Mit dem „Joker“ geht es im Hoyerswerdaer Handball besser
Kerstin Herzer hat gerne alle Hände voll zu tun
Der Hoyerswerdaer Frauenhandball ist ohne Kerstin Herzer unvorstellbar. Seit 2002 trainiert sie die erste Frauenmannschaft und drei Mädchenmannschaften im Sportclub. Mit dem Handball begann Kerstin Herzer als Kind und war bis zu ihrem 42. Lebensjahr Torfrau der Frauenmannschaft beim Sportclub Hoyerswerda. Parallel dazu begann sie mit 17 Jahren den Handballnachwuchs zu trainieren und kann bis heute nicht davon lassen. 2008 schaffte sie es, die damalige D-Jugend-Mannschaft der Mädchen zum Ostdeutschen Meistertitel zu führen. In der Saison 2012/13 hat es Trainerin Herzer geschafft, dass die Frauen wieder in die Sachsenliga aufsteigen konnten. „Darüber freue ich mich, denn es kostet viel harte Arbeit und Geduld, wenn man Spielerinnen ausbildet.“ Als Beispiel seien Stefanie und Ulrike Glathe genannt, die jetzt sogar in der Bundesliga unter Vertrag sind.
Neben der Trainerarbeit übernahm Kerstin Herzer vor Kurzem zusammen mit Katrin Rehm die Abteilung Handball des SC. Dazu gehören zwei Erwachsenenmannschaften, die Minis und fünf Mädchenteams. Für alle Mannschaften organisiert Kerstin Herzer mit Freude den Trainingsbetrieb. Mit ihrer Kollegin werden Turniere in Hoyerswerda vorbereitet und die Teilnahme an Turnieren anderer Clubs realisiert. „Vor allem die Kinder sollen Spaß am Sport haben und merken, dass die Anstrengung sich lohnt“, so Kerstin Herzer. Auf diese kontinuierliche und umfassende Nachwuchsarbeit darf der SC zu Recht stolz sein.
Das alles ist viel ehrenamtliche Arbeit für eine Frau, die als OP-Schwester im Lausitzer Seenland Klinikum beschäftigt ist und eine Familie hat. Diese ist genauso sportlich, denn ihr Mann Dietmar und ihr Sohn Christian betreiben, wen wunderts, Handball. Nun wurde dieses Jahres das jahrzehntelange Engagement von Kerstin Herzer offiziell gewürdigt. Das Kultusministerium des Freistaates Sachsen verlieh ihr, zusammen mit 66 Ehrenamtlichen aus anderen Vereinen, den „Joker im Ehrenamt“.
Kerstin Herzer war jahrelang Torfrau der Mannschaft, die sie jetzt voller Leidenschaft trainiert. Foto: Katrin Demczenko
Quelle: Lausitzer Rundschau


